Siegfried Groß

Die SPD informiert!

Freibad – Ja – Nein ?! Ihre Meinung ist gefragt!

Der ursprüngliche mehrheitliche Beschluss des Verbandsgemeinderates mit einer Bausumme von .rd. 6 Mill Euro für den Bau des Freibades (mit Erweiterung des Saunabereiches) am Hallenbad (also Kibo-Bad) wurde aufgrund der fi nanziellen Situation wieder aufgehoben. Die SPD sah den Erhalt des Thielwoog-Bades als zu prüfende Alternative an. Letztendlich hat die Entscheidung des Verbandsgemeinderats, eine Sanierung des Thielwoog-Bades grundsätzlich abzulehnen, den SPD-Ortsverein Kirchheimbolanden dazu bewogen zu einem Bürgerforum einzuladen. Eine kostengünstige Variante eines Freibades, nämlich der Bau und die Unterhaltung eines Naturbades, wurde in der Veranstaltung aufgezeigt. In Rockenhausen entstand ein solches Naturbad. Ist ein Naturbad auch eine Lösung für Kirchheimbolanden? Diese Idee wurde bisher noch nicht in Gremien der Verbandsgemeinde diskutiert und auch nicht weiter ausgearbeitet. Als weiteres Ergebnis des Bürgerforums konnte die SPD mitnehmen, dass die Mehrheit der anwesenden Bürgerinnen und Bürger sich für ein Freibad in Kirchheimbolanden ausspricht und der Standort Thielwoog anderen Alternativen gegenüber vorgezogen wird. Ebenso wurde Interesse an einer Mitarbeit oder Mitwirkung in einem Freundeskreis (evtl. auch Förderverein) für ein Freibad geäußert. Da dies natürlich zunächst nur ein erstes Stimmungsbild ist, sind wir an weiteren Meinungen und Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden interessiert.

Diskussionsforum „Freibad Ja/Nein – Naturbad eine Lösung?“

Ausgangssituation:
Das Thema „Freibad“, ob Neubau oder Erhalt bzw. Renovierung Thielwoog-Bad, wurde in vielen Sitzungen des SPD – Ortsvereins diskutiert.
Nach der Entscheidung im Verbandsgemeinderat Ende 2011 den Bau eines neuen Freibads beim Hallenbad „auf Eis“ zu legen und im Frühjahr 2012 eine Renovierung des Thielwoog-Bades abzulehnen, sah der SPD–Ortsverein Kirchheimbolanden Handlungsbedarf. Ziel der SPD ist es, ein Freibad in Kirchheimbolanden zu erhalten, dafür aber eine kostengünstige Lösung zu finden.
Der SPD – Ortsverein Kirchheimbolanden wollte zu diesem Thema die Meinung der Bürgerinnen und Bürger erfahren. Ein erster Schritt war ein Bürgerforum zum Thema „Freibad Ja - Nein“.
Am 20. August 2012 veranstaltete der SPD-Ortsverein Kirchheimbolanden im Dietrich-Bonhoeffer-Haus ein sehr gut besuchtes Bürgerforum zum Thema Freibad in Kibo. Ziel der Veranstaltung war es mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen sowie deren Ansichten und Sorgen in punkto Freibad zu hören.
Nach der Begrüßung und Eröffnung durch Michael Ruther skizzierte Ortsvereinsvorsitzender Siegfried Groß den chronologischen Ablauf der Beschlüsse des Verbandsgemeinderates, die Badesituation in Kibo betreffend. Groß berichtete, dass sich insbesondere die Mitglieder der SPD-Fraktion gegen eine endgültige Aufgabe des Thielwoog-Bades ausgesprochen hatten.
Im Anschluss daran stellte Karl-Heinz Seebald (Bürgermeister der VG Rockenhausen) das Konzept des Naturbads in Rockenhausen dar. Die
interessierten Zuhörer erhielten Einblicke in die wichtigen Punkte, die für ein Naturbad, und gegen ein herkömmliches Freibad, sprachen. Hier nannte er z.B. die nicht unerheblich geringeren Kosten (das normale Freibad hätte Rockenhausen ca. 6 Millionen Euro, das Naturbad tatsächlich nur 2,6 Millionen gekostet) gegenüber einer größeren Wasserfläche die, die Umsetzung des Naturbades ermöglichten. Ein weiterer Vorteil sei, dass das Wasser frei von jeglichen Chemikalien ist und rein durch Bakterien gereinigt wird, was insbesondere Allergikern zugute kommt. Seebald wies auch darauf hin, dass am Anfang der Eindruck entstünde, dass das Wasser grün sei. Da das Becken mit einer grünen Folie ausgelegt ist, entsteht dieser Eindruck. Mit dem heutigen Kenntnisstand hätte man sich für eine blaue Folie entschieden.
Nach den informativen Ausführungen Seebalds eröffnete Michael Ruther die Diskussion mit den Bürgern. Mehrere, an Seebald gerichtete Fragen zu dem Thema Naturbad verdeutlichten, dass auch der Kerchemer gegenüber einem solchen nicht abgeneigt ist.
Liesel Heise betonte die besondere Bedeutung des Schwimmsports für die physische Entwicklung der Jugend und wies auf die Wichtigkeit eines Freibad als Freizeiteinrichtung für sozial Schwächere hin.
Ute Stauffer-Bescher, hingegen verwies auf die angespannte Lage des VG-Haushalts und die Abstriche, die daher gemacht werden müssten. Ein Diskussionsteilnehmer entgegnete, dass für „alles andere Geld da“ sei.
Ein weiterer Bürger ließ vermerken, dass das Thema Freibad keine reine Sache des Geldes sein dürfe, da ein solches ein wichtiges Stück Lebensqualität darstelle.
Die Fahrt ins Freibad nach Eisenberg sei übrigens keine Alternative, da allein die Busfahrt viel zu teuer sei, so eine junge Diskussionsteilnehmerin.
Erich Hirsch brachte das Konzept zur Gründung eines Träger-/Fördervereins ins Gespräch. Dies habe ein ehemaliger Kerchemer Bürger in Schwerte getan, um das dortige Schwimmbad vor der drohenden Schließung zu retten. Die Idee wurde interessiert aufgenommen. Siegfried Groß versprach das Konzept zu lesen und zu prüfen, ob etwas in dieser Form auch hier vor Ort möglich wäre. Nach unserer Einschätzung war zu erkennen, dass Interesse daran besteht, als Bürgerin oder Bürger sich auch für ein solches Projekt einzubringen.
Von Eckhard Mielke wurde dazu angeregt, die Trägerschaft eines Freibades auf mehrere Partner aufzuteilen, wie z.B. Verbandsgemeinde, Stadt und Förderverein.
Patrik Sommer fand es schade, dass das Thema erst jetzt angegangen wird und nicht schon viel früher. Letztendlich sei es aber wichtig, dass etwas getan werde und auch hierfür Stadt und Verbandsgemeinde zusammenarbeiten. Für ihn sei der Standort eines Freibades sekundär, solange es nur erhalten bliebe.
Grundtenor der Veranstaltung war, dass ein Freibad in Kibo aus Sicht des Bürgers auch in Zukunft unverzichtbar ist.
Die Gründung eines Fördervereins oder Freundeskreises wurde dabei im Anschluss an die Veranstaltung von verschiedenen Stimmen als interessanter und sinnvoller Weg zum Erhalt eines
Freibads bezeichnet.
Die SPD bleibt für Sie auf jeden Fall an diesem Thema dran!